
Im Frühjahr 2010 wurde die chinesische Industrie durch eine Welle von hunderten Streiks erschüttert. Die Beschäftigten streikten an den offiziellen Gewerkschaften vorbei und akzeptierten auch ihre Vermittlungsfunktion in vielen Fällen nicht - Umstände, die zu Chinas Rolle in der globalisierten Wirtschaft neue Fragen entstehen lässt.
Zur Hauptversammlung der Siemens AG demonstrierten am Dienstag in München rund 500 Beschäftigte von Nokia Siemens Networks (NSN) und Osram gegen den Arbeitsplatzabbau in ihren Unternehmen. Die nachdrückliche Forderung an Siemens: Das Unternehmen muss Verantwortung für die Beschäftigten der Töchter übernehmen und sich proaktiv einmischen.
Die IG Metall geht mit viel Selbstbewusstsein und klaren Zielvorstellungen in die Metall- und Elektrotarifrunde 2012. In der Mitgliederentwicklung ist die Trendwende geschafft, die finanzielle Situation ist besser denn je - nun gilt es, mit diesen Erfolgen im Rücken faire Ergebnisse für die Menschen in den Betrieben zu erkämpfen.
Die Hauptversammlung der Siemens AG wurde in den vergangenen Jahren häufig von Protestkundgebungen begleitet. Auch am 24. Januar 2012 werden die Aktionäre wieder demonstrierende Menschen vor der Münchner Olympia-Halle antreffen - und wie so oft handelt es sich um ehemalige SiemensianerInnen, deren berufliche Existenz nach der Ausgliederung bedroht ist.
Alle Jahre wieder: IG Metall-Mitglieder können auch 2012 über ihre örtliche Verwaltungsstelle Freikarten für die CeBIT und die Hannover Messe bekommen. Auf beiden Messen ist die IG Metall mit Ständen vertreten und bietet Informationen und Vorträge rund um Beruf und Arbeit in IT-Branche beziehungsweise Industrie.
- unter dieser Überschrift steht die Neujahresbotschaft des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG für 2012. Eine Rückschau auf das abgelaufene und der Ausblick auf das begonnene Jahr ergänzen sich zur Positionsbestimmung der Interessenvertretung bei Siemens.
Unter der Überschrift "Umbau des Geschäfts" will Osram in den nächsten drei Jahren auf die vor allem technologisch bedingten Veränderungen im Lichtmarkt reagieren. Die wie üblich als "Anpassungen" bezeichenten Maßnahmen enthalten unter anderem den schrittweisen Abbau von 1.050 Arbeitsstellen.
Auch auf Drängen der Arbeitnehmerseite übte Personalvorstand Brigitte Ederer kurz vor der Weihnachtspause sanften Druck auf die Siemens-Töchter aus, die Gesamtbetriebsvereinbarung "Kinderbetreuungszuschuss" zu übernehmen. Bei mehreren zeigt dies nun erfreulicherweise Wirkung.
In einzelnen Unternehmen, aber auch in ganzen Branchen klagen Arbeitgeber gern und oft über angeblich zu kurze Arbeitszeiten. Tatsächlich ist Deutschland allerdings offenbar keineswegs der "kollektive Freizeitpark", den Helmut Kohl einst heraufbeschwor: Im EU-Vergleich liegt es im vorderen Mittelfeld.
Zum Jahresende 2011 hat der IG Metall-Vorstand die Kooperation mit der Initiative "Respekt! - Kein Platz für Rassismus" angesichts der Bedeutung des Themas und der Erfolge im vergangenen Jahr auf das Jahr 2012 verlängert. Die Aktivitäten laufen also ohne Unterbrechung weiter - zum Beispiel bei Siemens in Augsburg.
In der Niederlassung Bielefeld informierte der Betriebsrat die Beschäftigten vor einigen Wochen über den Stand der Tarifverhandlungen für die Region GER. Dabei stellte er die vorläufigen Stellungnahmen der Firmenleitung zu den Forderungen der Arbeitnehmerseite dar und kommentierte sie.
Was kann der Betriebsrat für mich tun? Worauf ist bei einem Arbeitsvertrag zu achten, und was bedeuten eigentlich Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge für mich? Auf diese und andere Fragen gibt ein neuer Ratgeber der IG Metall für kaufmännische Angestellte Antworten.


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