06.11.2012/ HR
"Siemens ist kein Restrukturierungsfall"

Kurz bevor Siemens am 8. November seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 vorlegt, erhöht sich die Aufmerksamkeit. Die Gewinnprognose wird man trotz allem erfüllen, lauten einige Meldungen, und Konkretes zum vieldiskutierten Konsteneffizienzprogramm wohl doch noch nicht nennen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Lothar Adler stellt die Sicht der Arbeitnehmerseite klar.

Kein Abbau mit dem Rasenmäher

Dem "undefinedTagesspiegel" gegenüber betonte Adler ohne Umschweife: "Siemens ist kein Restrukturierungsfall." Details des Programms zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung liegen auch dem Gesamtbetriebsrat und der IG Metall noch nicht vor, aber eines ist ist sicher: "Einen Personalabbau nach der Rasenmäher-Methode wie beim letzten Mal wird es mit uns nicht geben." Gemeint ist der Konzernumbau, in dessen Rahmen im Jahr 2008 letztlich tausende Stellen nach rechnerischen Vorgaben abgebaut wurden.

Schneller statt dünner

Grundsätzliche Zustimmung äußert Adler hingegen für die Absicht, Siemens effizienter zu machen. Allzu komplizierte Prozesse zu vereinfachen ist schließlich auch im Interesse der Beschäftigten, die an etlichen Stellen mit überflüssigen Hürden und Umwegen zu kämpfen haben. Entscheidend dabei ist es, wie man dieses Ziel erreichen will; aus Adlers Sichgt geht "nicht darum, dass wir schlanker werden müssen. Wir müssen schneller werden als die Konkurrenz."


» drucken