01.04.2014/ HR
Zukunftssicherung mit neuem Produkt

"Die Zeichen für einen Standorterhalt über 2016 hinaus stehen gut" - so lautet die Bilanz des Betriebsrates im Leipziger Schaltanlagenbau acht Monate nach Abschluss eines Ergänzungstarifvertrages, der die Auseinandersetzung um den Betrieb abschloss. Der geplante Stellenabbau wurde stark verkleinert, jetzt soll ein neues Produkt langfristig Perspektiven schaffen.

Die "Leipziger Volkszeitung" hatte den Konflikt, bei dem Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall sich vergangenes Jahr erfolgreich gegen Pläne für einen entscheidenden Einschnitt stemmten, aufmerksam verfolgt. Mitte März berichtete sie über die Entwicklung im Stadtteil Stadtteil Böhlitz-Ehrenberg, seit im Juli 2013 der Ergänzungstarifvertrag unterzeichnet wurde. Bis zu dessen Auslaufen 2016 garantiert der den Standorterhalt, wofür die Belegschaft auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichtet.

Anpacken statt Abwarten

Auch was danach kommt, wollen Betriebsrat und Beschäftigte aber keineswegs einfach abwarten. Während der Auseinandersetzung führte ihr Alternativkonzept zum Durchbruch, jetzt setzen sie gemeinsam mit der Geschäftsführung auf ein neues Produkt, das die Zukunft des Betriebes sichern soll. Ganz im Trend der Energiewende geht es dabei um eine Speicheranlage, die unter anderem die Differenzen zwischen Erzeugung und Bedarf bei erneuerbaren Energien überbrücken soll.

Standortleitung und Betriebsrat äußerten sich gegenüber der Zeitung opimistisch zu diesem Produkt, das schon bald marktreif sein soll. Der Betrieb sei auf dem Weg in die Gewinnzone "gut unterwegs", erklärte der Werksleiter, und der Betriebsrat Buchin fasst zusammen: "Die Vorzeichen für einen Erhalt über 2016 hinaus stehen gut."


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