01.07.2014/ HR
Anerkennung für Betriebsrat Leipzig

Vor knapp einem Jahr zog nach monatelanger Auseinandersetzung eine Einigung den Schlussstrich unter die Schließungspläne für Siemens' Schaltanlagenbau in Leipzig. Der engagierte und klug geführte Widerstand der Arbeitnehmerseite hat nicht 'nur' den Standorterhalt, sondern auch eine Nominierung für den Deutschen Betriebsrätepreis zur Folge.

Ende Mai tagte in Berlin die Jury, die 14 aus in diesem Jahr knapp 90 Bewerbungen für die engere Auswahl nominierte. Der Deutsche Betriebsräte-Preis, eine Initiative der Fachzeitschrift "AiB - Arbeitsrecht im Betrieb", wird seit 2009 jährlich vergeben. Gewürdigt werden engagierte Betriebsratsarbeit, Schirmherrin ist Andrea Nahles, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Drei Hauptpreise der Auszeichnung werden in den Kategorien Gold, Silber und Bronze verliehen, darüber hinaus gibt es vier Sonderpreise, die in diesem Jahr den Themen "Beschäftigungssicherung", "Fair statt prekär", "Gute Arbeit und "Innovative Betriebsratsarbeit" gewidmet sind.

Das Themenspektrum der für 2014 nominierten Projekte reicht von Initiativen zur Verhinderung von Standortverlagerungen und Werksschließungen über die Minimierung mentaler Belastungen am Arbeitsplatz bis hin zum Einsatz für präventiven Gesundheitsschutz und der Bewältigung der demografischen Entwicklung. Neben dem Leipziger Siemens-Werk sind unter anderem Betriebe von BMW in Landshut und München, der Deutschen Bahn, der Meyer Werft und der Stadtwerke München nominiert. Die Preisverleihung und Bekanntgabe der Gewinner erfolgt im Rahmen des Deutschen Betriebsrätetags am 30. Oktober in Bonn.


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