11.08.2014/ JP
Projekt zur Zukunft von Mobility gestartet

Nach dem geplatzten Alstom-Deal und der Ankündigung des Siemens-Vorstandes, weiter nach einer „Lösung“ für das Bahngeschäft Ausschau zu halten , treibt viele Beschäftigte bei Mobility die Frage um, wie es zukünftig mit ihnen weitergehen wird. Gesamtbetriebsrat, die Mobility-Betriebsräte und das Siemens-Team der IG Metall haben jetzt ein Projekt zur Zukunft der Bahn-Sparte gestartet.

Arbeitsgruppen mit VertreterInnen aus Mobility- und Zulieferstandorten des Konzerns...

... in Deutschland und Österreich setzen sich ...

... intensiv mit dem aktuellen Zustand...

...und möglichen Zukunftsszenarien auseinander.

Zum Projektauftakt trafen sich in der letzten Woche 21 Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus 12 deutschen und 2 österreichischen Bahn- und Zulieferstandorten des Siemens-Konzerns, Vertreterinnen und Vertreter der GBR- und KBR-Spitze sowie des Siemens-Teams der IG Metall zu einem zweitägigen Seminar in Frankfurt.

Analyse der Standorte und des Marktumfeldes

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand dabei die gemeinsame Analyse und Diskussion der gegenwärtige Situation und Stimmungslage an den Mobility-Standorten nach der Alstom-Offerte des Siemens-Vorstandes, die Erörterung von Stärken und Schwächen bzw. Chancen und Risiken der verschiedenen Standorte sowie der Handlungsmöglichkeiten von Betriebsräten, um im Rahmen ihrer allgemeinen Aufgaben für Beschäftigungssicherung initiativ werden zu können.

Begleitet wurden die Teilnehmer durch Heinz Pfäfflin und Sigrun Richter vom IMU-Institut. Darüber hinaus gab Dr. Arman Peighambari von SCI Verkehr anhand ausgewählter Geschäftfelder einen Überblick über den aktuellen Wettbewerb im und mögliche Perspektiven des nationalen, europäischen und internationalen Bahnmarktes.

Siemens 2020 wird geschäftsfeldbezogen fokussiert

Im Anschluss an dieses Auftaktseminar werden die Ergebnisse zusammen mit weiteren wissenschaftlichen Analysen und Forschungsinhalten in die Erarbeitung einer Studie münden, die sich mit der Zukunftsfähigkeit der Mobility-Sparte und den dafür erforderlichen Rahmenbedingungen im Unternehmen selbst wie auch im gesellschaftlichen und politischen Umfeld befassen soll.

Die so gewonnenen Erkenntnisse werden dann zu einer guten Basis für eine breit angelegte, intensive Diskussion über die Zukunft der Siemens-Bahnsparte verdichtet. Damit setzen die Arbeitnehmervertreter ihren erfolgreichen Ansatz von 'Siemens 2020' fort und fokussieren ihn aus gegebenem Anlass exemplarisch auf die zukünftigen Entwicklungs- und Rahmenbedingungen eines ganz konkreten Geschäftsfeldes von Siemens.

Aktive Beteiligung der Beschäftigten sehr erwünscht

Bereits jetzt sind alle interessierten Beschäftigten und Führungskräfte bei Siemens herzlich eingeladen, sich in diese Debatte mit eigenen Ideen und Vorschlägen einzubringen. Als Ansprech- und Diskussionspartner stehen dafür die IG Metall-Betriebsräte an den Standorten gerne zur Verfügung. IG Metall und Betriebsräte werden ihrerseits regelmäßig und anlassbezogen über aktuelle Entwicklungen im Projekt informieren.


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