06.05.2016/ KJ
Düsseldorfer Atos-Betriebe im Warnstreik

Am 2. Mai fuhren die organisierten Beschäftigten der AIS und AIT-Betriebe von ihrem Betrieb in Düsseldorf mit dem Bus nach Grevenbroich, um die Kolleg_innen von Hydro-Aluminium bei ihren Forderungen zum neuen Entgelttarifvertrag der Metall und Elektro-Industrie zu unterstützen. Die Atos-Beschäftigten machten damit von ihrem Recht zum Solidaritätsstreik Gebrauch, zu dem die IG Metall-Bezirksleitung NRW aufgerufen hatte.

Atos unterliegt dem Rahmentarifvertrag IT, der die Entgeltabschlüsse des Metall- und Elektrotarifvertrags der IG Metall in NRW übernimmt. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen allerdings aufgrund seiner schlechten wirtschaftlichen Lage die Entgelterhöhungen ausgesetzt. Die IG Metall-Mitglieder erhielten zum Ausgleich Einmalzahlungen in gleicher Höhe.

Mittlerweile hat Atos angekündigt, auch den kommenden Entgelt-Abschluss nicht zu übernehmen, sondern lieber eine Null-Runde zu fahren - und das, obwohl es dem Unternehmen inzwischen deutlich besser geht. Die Ergebnisse des 1. Quartals 2016 waren äußerst erfreulich, wie das Unternehmen in einer Pressemeldung verkündete. Der Auftragseingang lag über den Erwartungen und auch die Umsatzzahlen lagen über den Vorgaben.

Für die Beschäftigten ein Grund, die Gelegenheit wahrzunehmen und bei Hydro-Aluminium Flagge zu zeigen und für ihre Forderungen nach Übernahme beider Tariferhöhungen einzutreten. Dass sie trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit nicht untergingen, dafür sorgten die mitgebrachten Plakate.


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