07.07.2016/ HR
Wieder Streik bei Atos

Die massiven Warnstreiks zur Tarifverhandlung am 22. Juni haben zumindest zu einer gewissen Bewegung auf der Arbeitgeberseite gesorgt. Noch aber ist bei Atos längst kein akzeptables Tarifergebnis in Sicht - daher beginnt am 11. Juli, dem Tag vor einer weiteren Verhandlung, erneut eine Warnstreikwelle.

Klares Bild unter anderem in München ...

... und Essen: Es geht um faire Vergütung!

Bundesweit streikten im Juni rund 3.000 Atos-Beschäftigte, darunter eine Mehrheit ehemaliger Siemensianer_innen. Allein am Verhandlungsort in Fürth trafen im Sternmarsch 700 Menschen aus umliegenden Standorten ein.

Atos rückte daraufhin von seinem letzten Vorschlag ab und bot an, die die verschobene Erhöhung aus 2015 in Höhe von 3,4% umzusetzen. Dafür fordert die Arbeitgeberseite aber Verhandlungen über die Veränderung der Tarifanbindung, unter anderem Möglichkeiten zur Anpassung zukünftiger Erhöhungen. Außerdem will Atos über die Beschäftigungssituation verhandeln und hätte gern eine Regelung zur differenzierten Verteilung der Entgelterhöhung unter den Beschäftigten. Zu den Metall-und Elektro-Tariferhöhungen für 2016 und 2017 gab es kein Angebot.

Vor diesem Hintergrund bewertet die Tarifkommission für Atos eine Einigung aufgrund der weit auseinander liegenden Positionen nach wie vor als äußerst schwierig. Der Druck auf die Arbeitgeber muss daher weiter gehen, wenn gutes Ergebnis für die Beschäftigten erreicht werden soll. Die nächste Verhandlung ist für den 12. und 13. Juli in Freiburg vorgesehen; die Warnstreiks beginnen ihrerseits am 11. und erstrecken sich bis zum Morgen des 12. Juli. Es wird sich zeigen, ob das die Kompromissbereitschaft des Unternehmens ausreichend steigen lässt.


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