17.03.2017/ HR
Siemens Frankenthal wird verkauft

Vor knapp einem Jahr wendete eine Einigung für die Frankenthaler Siemens Turbomachinery Equipment die ursprünglichen Zerschlagungs- und Verlagerungpläne ab. Nun steht ein Verkauf an, den der Betriebsrat als gute Lösung begrüßt.

Oktober 2015: Proteste nach Bekanntgabe der ursprünglichen Pläne.

In seiner Stellungnahme teilt der Betriebsrat mit, dass die Belegschaft bei einer Mitarbeiterversammlung am achten März offiziell über den Verkauf ihres Werks an den US-Konzern Colfax informiert wurde. Innerhalb des Konzern wird die STE in die Howden-Gruppe eingegliedert, die entsprechenden Schritte sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein.

Nach monatelangen Verhandlungen und Protesten wissen die Beschäftigten damit nun endlich Bescheid, begrüßt der Frankenthaler Betriebsrat die Information. Dass der Standort entgegen der früheren Pläne nun komplett verkauft wird, begrüßt er als gute Lösung: "Bei einer Zerschlagung wie ursprünglich geplant, wären sicher noch mehr Arbeitsplätze verloren gegangen. Es hätte das Ende des traditionsreichen Standorts bedeutet."

Eine Standort- und Beschäftigungssicherung über drei Jahre sorgt darüber hinaus für eine gewisse Sicherheit. Das Interesse mehrerer möglicher Käufer unterstreicht, dass der Standort durchaus Potenzial hat. Der Betriebsrat wünscht sich nun eine vernünftige Integration: "Es wäre gut, wenn den Mitarbeitern Selbstvertrauen zurückgegeben wird."

Abschließend bewerten Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall die Entwicklung seit Bekanntgabe von Siemens' ersten Plänen im Oktober 2015 als klare Bestätigung ihrer Vorgehensweise – es lohnt sich, für den Erhalt eines Standorts und seiner Arbeitsplätze zu kämpfen und einzutreten.


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