23.03.2017/ HR
Widerstand gegen Holding-Modell

Die aktuellen Überlegungen über mögliche weitere Ausgliederungen einzelner Teile des Siemens-Konzerns stoßen auf zunehmende Kritik. Im Aufsichtsrat ist einem Medienbericht zufolge auch die Kapitalseite skeptisch.

Die Vorabmeldung des Manager Magazins im Internet (Screenshot).

Wie das "Manager Magazin" am 23. März vorab berichtet hat, fordern auf der einen Seite die Gesamtbetriebsratsvorsitzende und Birgit Steinborn und das geschäftsführende IG Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner in einer aktuellen Information an die Siemens-Betriebsräte, die Aufstellung als integrierter Stammhauskonzern zu erhalten: "Den Konzern weiter zu zergliedern würde die Marke Siemens und das Unternehmen gefährden." Beide gehören als Arbeitnehmervertreter dem Aufsichtsrat an, Steinborn ist zugleich dessen stellvertretende Vorsitzende.

Auf der anderen Seite zeichnet sich Widerstand laut "Manager Magazin" auch Vertreter der Kapitalseite im Aufsichtsrat ab; dort seien die Pläne bisher noch nicht besprochen worden, kritische Nachfragen soll es jedoch voraussichtlich in der nächsten Sitzung Anfang Mai geben. Ein Holding-Modell "werde nicht kommen", zitiert die Zeitung ein nicht näher benanntes Aufsichtsratsmitglied, das entsprechende Gedankenspiele als "Modeerscheinung" bewertet.


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