02.05.2017/ HR
SEC trifft Gamesa-Arbeitnehmervertreter

Am 25 April trafen Europabetriebsräte aus mehreren Ländern in Bilbao Arbeitnehmervertreter von Gamesa. Auswirkungen des Zusammenschlusses mit Wind Power auf die Beschäftigung wurden diskutiert, um deren künftige Interessenvertretung abzustimmen.

Intensive Diskussion in Bilbao.

Das Treffen war vom Europabetriebsrat Siemens Europe Committee initiiert worden, das durch seinen Vorsitzenden Harald Kern sowie Bettina Haller, Roy Lund und Ferran Navarro vertreten war. Von Siemens Wind Power nahmen außerdem Betriebsräte aus Hamburg, Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden und Spanien teil. Birgit Steinborn, die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, war ebenfalls vor Ort. Gamesa war durch insgesamt 20 Vertreter der im Unternehmen relevanten spanischen Gewerkschaften UGT, CCOO und ELA repräsentiert.

Steinborn und Kern skizzierten die Grundlage für Siemens' Entscheidung, die Mehrheit an Gamesa zu übernehmen. Das wesentliche Problem aus Arbeitnehmersicht ist nicht diese Entscheidung, sondern die Wahl des Firmensitzes in Bilbao: Damit gibt es weder für eine Mitbestimmung, noch eine Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat eine gesetzliche Grundlage. Angesichts dieser Problematik hat das SEC Gastmandate für die Gamesa-Kolleg_innen für die verbleibende Amtszeit eingerichtet. Im Fokus steht nun die künftige Zusammenarbeit, um die Interessen der Beschäftigten wirksam zu vertreten.

Ein Vorschlag des Hamburger Wind Power-Betriebsrats Thomas Ahme traf in diesem Zusammenhang auf große Zustimmung. Eine Projektgruppe aus Beschäftigtenvertretern beider Seiten könnte demnach in den Integrationsprozess von Wind Power und Gamesa eingebunden werden, um die Interessen der Arbeitnehmerseite wahrzunehmen. HR-Chef Jochen Wallisch sagte zu, diesen Vorschlag im Management zu diskutieren.


» ausführlicher Bericht des Treffens auf Englisch auf unseren internationalen Seiten


» drucken