05.05.2017/ HR
Ausbildung im Fokus

Dass die Kostenschraube bei Siemens selbst die Ausbildung unter Druck setzt, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Die IG Metall arbeitet Hand in Hand mit den Jugendvertretungen an einer Gegenstrategie.

Reinhard Hahn, Max Baldauf, Anatoli Klassen, Isabella Goger, Jürgen Kerner und Fabio Albert.

Zu einer Abstimmung in diesem Zusammenhang trafen sich am 4. Mai die Spitzen der Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretungen (GJAV) von Siemens und Healthineers beim Frankfurter IG Metall-Vorstand mit dem Siemens Team der IG Metall. Der Siemens-GJAV-Vorsitzende Max Baldauf, seine Stellvertreterin Isabella Goger und Fabio Albert von der Healthineers-GJAV vertraten die Jugend; Bettina Haller war für den Gesamtbetriebsrat mit von der Partie. Das Siemens Team war durch IG Metall-Vorstandsmitglied und Hauptkassierer Jürgen Kerner, den Unternehmensbeauftragten Reinhard Hahn, beide Mitglieder des Aufsichtsrats von Siemens, sowie Anatoli Klassen vertreten.

Das ausführliche Gespräch drehte sich um die derzeitige Ausbildungssituation bei Siemens und den Healthineers, unter anderem also aktuelle Einstellzahlen und Übernahmequoten sowie die Rekrutierung. Weitere zentrale Punkte waren natürlich der geplante Umbau der Siemens Professional Education und seine Konsequenzen auf die Ausbildung. IG Metall und GJAV kritisieren, dass der Rotstift an der Ausbildung deren lange Zeit vorbildliches Niveau beeinträchtigen wird; damit würde Siemens langfristig sein Potenzial an hochqualifizierten Fachkräften aufs Spiel setzen.

Um dieses Risiko gemeinsam abzuwehren, soll künftig die ohnehin bereits gute Zusammenarbeit zwischen Siemens Team, IG Metall-Jugendsekretären vor Ort und den GJAV weiter verstärkt werden. Die Jugendvertreter erläuterten dazu unter anderem ihre Arbeitsplanungen und die Ergebnisse der bereits abgehaltenen Klausuren; als mittelfristiges Ziel wurde angesichts von Digitalisierung und Demographie über die Möglichkeit eines Zukunftspaktes für die Ausbildung bei Siemens diskutiert.

Unter dem Strich werteten alle Beteiligten den Austausch in dieser Form als hilfreich und nützlich – eine Fortsetzung ist beabsichtigt.


» drucken