06.09.2017/ HR
Der Kostendruck wächst

Bei Mobility in Krefeld laufen die Verhandlungen über den von Unternehmensseite geplanten Abbau von rund 300 Arbeitsplätzen.

Als Siemens im Mai sein neuestes Bündel aus kostensenkenden "Effizienzverbesserungen" auf den Tisch legte, war neben IT und DF auch Mobility stark betroffen. Mit Verweis auf Auftragsrückgang, Wettbewerb und Preisverfall will Siemens vor allem am Standort Krefeld Stellen abbauen.

Die aktuelle Ausgabe von "VIERgewinnt", der Betriebszeitung der örtlichen Interessenvertretungen, gibt einen Überblick über die konkreten Pläne, die sich vor allem auf die Lohnkosten auswirken. Der Betriebsrat weist auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen hin: "Es bleibt zu befürchten, dass der Kostendruck auf die verbleibenden Arbeitsplätze in Krefeld dadurch weiter anwächst."

Kritisch sehen die Interessenvertretungen auch die Begründungen der Firmenseite. Die weltweite Marktentwicklung ist demnach nicht allein an allem Schuld: "Dass Fehler und Versäumnisse im Management diese Situation verschlimmert haben, ist aus Sicht des Betriebsrats auch ein Teil der Wahrheit." Seit Juni gab es bereits mehrere Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan, die bis Redaktionsschluss jedoch noch nicht abgeschlossen waren.


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