04.12.2017/ SD
Welle der Solidarität

Vom Bekanntwerden der Kahlschlagspläne an wurde der Protest bei Siemens von einer Welle der Solidarität getragen. Sie kommt von innerhalb des Konzerns ebenso wie von außen.

Kölner HSP-Kolleg_innen und ...

... GJAV-VBK mit aktiver Solidarität.

Das Spektrum dieser Solidarität ist sehr breit und reicht von den E-Mails einzelner Personen bis hin zu aktiver Teilnahme an Kundgebungen und Aktionen durch ganze Delegationen aus Betrieben anderer Unternehmen.

Entsprechende Nachrichten gehen auf den unterschiedlichsten Wegen ein. Die Anzahl solcher Bekundungen ist zu groß, um sie auch nur annähernd im Siemens Dialog wiederzugeben. Exemplarisch für sie hier einige aktuelle Beispiele:

Die Beschäftigten der Kölner Siemens-Tochter HSP fanden sich zum Gruppenfoto mit "Mensch vor Marge"-Transparent zusammen und erklärten: "Wir, die Beschäftigen der HSP, sind gegen den Stellenabbau und insbesondere gegen die Schließungen in Leipzig und Görlitz."

Kurz zuvor meldete sich die Redaktion des DGB-Infoservice einblick und übermittelte "solidarische Grüße in schweren Zeiten" mit den Worten: "Wir stehen an eurer Seite und hoffen, dass es für die KollegInnen in den betroffenen Betrieben Rettung gibt." Ebenfalls aus Berlin stammten Solidaritätserklärungen mehrerer Bundesfraktionen; die "Linke" erklärte lapidar: "Als wir mitbekamen, dass Siemens jetzt trotz Rekordgewinne nochmal mehrere tausende Stellen abbauen will, blieb uns erst einmal die Spucke weg."

Im Vergleich dazu praktisch aus dem eigenen Haus stammt die spontane Solidaritätsadresse des Verbindungskreises West/Süd-West der Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung aus dessen Sitzung in Bad Homburg. Die besonderen Sorgen der Azubis und Dual Studierenden hinsichtlich ihrer Perspektiven wurden in diesem Fall unmittelbar übermittelt - unter den Teilnehmer_innen waren Betroffene unter anderem aus Offenbach, Duisburg und Mülheim.


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