04.01.2018/ SD
Warnstreiks angelaufen

In den meisten Tarifbezirken der Metall- und Elektroindustrie startet die erste Warnstreikwelle am achten Januar. In einigen Regionen jedoch ist es bereits mit schwungvollen Aktionen losgegangen.

Der Auftakt fand gleich am 2. Januar in Niedersachsen und Sachsen Anhalt statt, wo rund 350 Beschäftigte aus Hannover und Salzgitter vor die Werkstore gingen. Am Donnerstag schraubten Beschäftigte mit Warnstreiks in Baden-Württemberg und Brandenburg die Zahlen deutlich nach oben: Bei Porsche in Stuttgart beteiligten sich rund 2.500, in Brandenburg an der Havel legten etwa 600 ZF-Beschäftigte für kurze Zeit die Arbeit nieder.

Bundesweit arbeiten beinah vier Millionen Menschen in der Metall- und Elektroindustrie. Für sie fordert die IG Metall sechs Prozent mehr Geld und einen Anspruch Recht auf die befristete Absenkung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 Stunden. Bestimmte Beschäftigtengruppen sollen dabei einen Teillohnausgleich erhalten. Die Arbeitgeber haben in der 2. Verhandlung vor Weihnachten mickrige zwei Prozent geboten, geknüpft an eine erhebliche Ausweitung der Arbeitszeit zu verschlechterten Bedingungen.

Jetzt müssen die Beschäftigten mit Warnstreiks zeigen, dass dieses Angebot nicht einmal als Diskussionsgrundlage taugt. Die angespannte Situation bei Siemens bietet dabei eine zusätzliche Chance – die Forderung nach Rücknahme der radikalen Abbau- und Schließungspläne lässt sich hervorragend mit der Tarifforderung verbinden!


» Video-Clip zum Start der Warnstreiks in Bayern:


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