13.04.2018/ SD
Kreative Mahnung statt resignierter Ruhe

Freitag, der 13., und trotzdem keine Pechsträhne: Während in München die dritte Auflage der Sondierungsgespräche zu PG angesetzt war, haben betroffene Beschäftigte in Offenbach und Berlin erneut Zeichen gegen den Kahlschlag gesetzt.

Menschenkette und ...

... Collage in Offenbach.

Skydancer und ...

... Drahtesel in Berlin.

Offenbach: seit 100 Tagen Mahnwache

Allmorgendlich von halb acht bis neun Uhr halten Siemens-Beschäftigte vor der Eingangstür in Offenbach ihre Mahnwache, um gegen die Schließungsabsichten des Vorstandes zu protestieren. Am zwölften April währte diese Aktion schon 100 Tage - Grund genug für das Team um Yvonne Palluch und Margit Schmitt, die Mahnwache an diesem Tag ausnahmsweise zehn Stunden zu besetzen. Verbunden damit zeigte eine Ausstellung in Form von Collagen aller bisherigen Aktionen seit dem 17. November 2017.

Um 10 Uhr bildete sich dann eine lange Kette aus rund 200 Siemensianer_innen vor dem Bürogebäude, um ihre ungebrochene Entschlossenheit zum Durchhalten zu demonstrieren. Der erfolgreiche Aktionstag zeigt unmissverständlich: Auch Angestellte lassen sich durch nichts beirren und haben einen langen Atem.

Berlin: Skydancer und Lieferantenrad

Langen Atem zeigen auch die Berliner Dynamowerker. unter viel öffentlicher Aufmerksamkeit demonstrierten sie am Freitag mit gleich zwei neuen Aktionsforman. Ein "Skydancer" hob das Dynamowerk  per Gebläse in die Luft, während gleich daneben Lieferantenfahrrad zum Mitmachen einlud. Beim Tritt in die Pedale wurde per Dynamo (logisch) eine Deutschlandkarte mit den Zulieferbetrieben des Dynamowerkes beleuchtet. Der Betriebsratsvorsitzende "Predy" Savic brachte den Erfolg per Mail aus München auf den Punkt: "Die Aktion nimmt nicht nur der Gesamtbetriebsrat wahr, sondern auch die Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmensseite."


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