24.05.2018/ SD
30. Mai: wichtige Weichenstellung

Für den bevorstehenden Merger von Siemens MO und Alstom wurden für die Beschäftigten in Deutschland und Frankreich umfangreiche Absicherungen durchgesetzt. Ein grenzüberschreitender Aktionstag am 30. Mai erzeugt Druck für mehr Sicherheit auch in anderen Ländern.

Über den internationalen Gewerkschaftsverband IndustriAll und bei Siemens auch durch den Euro-Betriebsrat Siemens Europe Committee sowie die IG Metall tatkräftig voran getrieben, sendet der Aktionstag ein klares Signal an das Management von Siemens und Alstom: Es wäre schlecht, das neue Unternehmen mit einer Belegschaft zu starten, die je nach Land aus zwei Klassen besteht.

Das Siemens Europe Committee verabschiedete in diesem Sinne am 23. Mai in Bratislava einstimmig eine entsprechende Resolution (siehe Download). Neben industriepolitischen Aspekten geht es darin um die Sicherheit der Beschäftigten:"Eine Fusion dieser Dimension kann nur unter Beteiligung der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihrer Interessenvertretungen erfolgen. [...] Wenn das so ist, muss aber auch allen Betroffenen ein vergleichbares Maß an Sicherheit gewährt werden, um sich in den notwendigen Integrationsprozess einbringen zu können."

In diesem Sinne ruft auch die IG Metall unter anderem mit einem Flugblatt (siehe Download) zur Teilnahme am Aktionstag auf. In Deutschland finden unterschiedliche Aktionen an vielen Mobility-Standorten und einigen Niederlassungen bundesweit statt, unter anderem in Berlin, Krefeld, München, Erlangen, Braunschweig und Wegberg-Wildenrath; hinzu kommt Alstom in Salzgitter. Insgesamt sollen so über 10.000 Beschäftigte auf die eine oder andere Weise erreicht werden. Zahlreiche weitere Aktionen finden in anderen Ländern statt.


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