13.11.2018/ SD
Kraftwerksgeschäft unter Druck

Starke Parallelen zu Siemens: Auch Wettbewerber General Electric spürt den rückläufigen Markt für Kraftwerksturbinen und reagiert mit rigorosen Abbauplänen. Betriebsräte und IG Metall organisieren Widerstand und Solidarität.

Protest nach der Information in Mannheim (Foto: IG Metall Mannheim).

Es erinnert fatal an die Ereignisse, die vor gut einem Jahr die fast zwölfmonatige Auseinandersetzung bei Siemens PG und PD einleiteten: Die GE Power-Standorte Mannheim und Stuttgart wurden am 13. November informiert, dass bisherige Verhandlungen über einen Kompromiss hinsichtlich der geplanten Einschnitte gescheitert sind. Unmittelbar im Anschluss kam es in Mannheim zu lebhaften Protesten mit starkem Medienecho.

General Electric hatte die im Jahr 2016 von Alstom übernommenen Power-Betriebe bereits früher um 1.600 Stellen verkleinert - trotz heftiger Gegenwehr der Arbeitnehmerseite. Dass nun erneut mehrere Hundert Arbeitsplätze zur Disposition stehen, sorgt vor diesem Hintergrund für erhebliche Empörung. Diese erreichte auch die Zentrale der IG Metall in Frankfurt, wo am selben Tag verschiedene Gremien tagten. Dabei entstand spontan eine Solidaritätserklärung von Vorstand, Beirat und einer großen Anzahl von Bevollmächtigten aus den bundesweiten Geschäftsstellen der IG Metall (siehe Download).

Gemeinsam verweisen sie auf die früheren Maßnahmen, die zusammen mit den aktuellen GE-Plänen den Beschäftigten jede Zukunftsperspektive entziehen. Das Ergebnis sind Besorgnis und Unverständnis: "Wir, der Vorstand, der Beirat und die anwesenden Bevollmächtigten aus über 150 Geschäftsstellen wollen den Beschäftigten unsere Solidarität und Unterstützung zum Ausdruck bringen und ihnen den Rücken stärken. Wir verurteilen das Gebaren dieses Konzerns und verlangen den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze, ausgestattet mit guten Perspektiven, sowie bestmögliche Regelungen für die, denen trotz allem droht, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren."


» IG Metall Mannheim


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