08.01.2019/ SD
Workshop in China

Sechs Gewerkschaftsvertreter von Siemens Deutschland und der IG Metall besuchten mit 17 chinesischen Siemens-Kolleg*innen Ende Oktober in Peking einen Workshop zum Thema Digitalisierung.

Der Workshop zum Thema Digitalisierung und „Industrie 4.0“ konzentrierte sich besonders auf die aktuelle Situation von Siemens in Deutschland und China im laufenden Digitalisierungsprozess. Verknüpft wurde dies mit den Anforderungen und Strategien der Gewerkschaftsvertretungen zur Verteidigung der Interessen der Arbeitnehmer. Zur praktischen Abrundung diente der Besuch des Digitalen Ausstellungszentrums von Siemens in Peking, des Flender-Werkes in Tianjin und der Fabrik des Zulieferers von Flender, Yuxuan Electromechanical Equipment in der selben Stadt.

Die Teilnehmenden zeigten Präsentationen von Digitalisierungsbeispielen, die bei Siemens in Deutschland und China angewendet werden. Sie diskutierten ihre Standpunkte und die Strategien der Gewerkschaften, um auf die aktuellen Veränderungen zu reagieren und die Interessen der Mitarbeiter zu schützen.

Die Ergebnisse lassen sich in folgenden Punkten zusammenfassen:

- Digitalisierung wirkt sich auf alle Ebenen des Prozesses aus, also Produktion, Verwaltung, Forschung und Entwicklung, Einkauf, Logistik und andere.

- Sie wird zur Steigerung der Produktivität beitragen, bedeutet jedoch auch, dass die Zukunft der Arbeitsplätze potenziell gefährdet wird.

- Sie kann dazu beitragen, die Sicherheitsstandards am Arbeitsplatz und die Qualität der Produkte zu erhöhen.

- Sie verändert die Art und Weise, wie die Arbeit ausgeführt wird. Dies wird wahrscheinlich Widerstand hervorrufen, daher muss der Prozess erklärt und transparent gemacht werden.

- Die durch den Digitalisierungsprozess hervorgerufenen oder unterstützten Veränderungen machen Anstrengungen im Bereich der beruflichen Bildung erforderlich. Dies muss den Mitarbeitern erklärt werden, um Unterstützung und Zustimmung zu erhalten.

- Die Frage der Datensicherheit ist in Deutschland schwieriger als in China, wenngleich sich dies in Zukunft ändern kann.

(Bericht: Dirk Linder)


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