Siemens Dialog der IG Metall
15.01.2019/ SD
Appell gegen die Arbeitszeitblockade

Angesichts fortwährenden Hakenschlagens der Arbeitgeber hinsichtlich der überfälligen Arbeitszeitangleichung fordern die Betriebsräte großer Konzerne endlich ergebnisorientierte Verhandlungen. Auch Siemens macht mit.

In einer gemeinsamen Erklärung zur Angleichung der Arbeitszeit unter der Überschrift "Blockade beenden – Weg freimachen für ergebnisorientierte Verhandlungen" haben die Gesamt- bzw. Konzernbetriebsratsvorsitzenden am 14. Januar in Frankfurt ihre Forderung unterstrichen. Die Liste der Unterzeichner reicht von Daimler und ZF über Porsche, Bosch, VW und BMW bis zu Mahle und eben Siemens.

Sie weisen die Arbeitgeber nachdrücklich darauf hin, dass die IG Metall einen flexiblen Weg anbietet, der eine schnelle Einführung für stärkere Unternehmen und ein langsameres Tempo für schwächere Unternehmen erlauben würde. Eine solche Lösung im Flächentarifvertrag - dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung - bewerten sie als "ordnungspolitisch sinnvoll und gerecht".

Gelingt dies jedoch nicht, wird die IG Metall das Anliegen notfalls Betrieb für Betrieb durchsetzen. Vor diesem Hintergrund wird einhellig betont: "Unsere Betriebe und Unternehmen haben in den Verbänden eine Schlüsselrolle für das Zustandekommen eines tragfähigen Tarifergebnisses. Deshalb bekräftigen wir unsere gemeinsamen Forderungen an die Vorstände und Geschäftsführungen unserer Unternehmen:

• Setzen Sie sich in Ihren Verbänden aktiv dafür ein, dass bei Gesamtmetall am 22.01. der Weg für ergebnisorientierte Verhandlungen im ersten Halbjahr 2019 zur Angleichung der Arbeitszeit freigemacht wird.

• Sorgen Sie dafür, dass die Verantwortlichen an Standorten in den ostdeutschen Tarifgebieten sich in den dortigen Verbänden ebenfalls aktiv für eine konstruktive Lösung dieses Themas einsetzen!"


gedruckt am 22.02.2019 bei www.dialog.igmetall.de